Weitere Spielzeuge

Penny Toys

zu Deutsch: „Groschenspielzeuge“ waren früher, d.h. um die vorletzte Jahrhundertwende, die billigsten Spielsachen, für 1 Groschen = 10 Pfennig (etwa 1 Penny in England) verkauft. Hieraus konnte fast alles aus hübsch bedrucktem Blech in Billigversion (und klein, zwischen 5 und 10 cm) hergestellt werden – Autos, Miniaturzüglein, aber auch Nähmaschinchen (!), verstellbare Hoch- bzw. Klappstühlchen für Kleinkinder, ein Billiardtischlein usw. usw. – all das Erwähnte und noch viel mehr ist im Museum in einer eigenen Vitrine „Penny Toys“ zu bewundern.-

Penny Toys wurden noch bis in die 30er Jahre hergestellt und sind ein eigenes Sammelgebiet.

Spardosen

Auch sie sind für manche Sammler ein Spezialgebiet (vor allem in USA), und auch für sie ist im Museum eine eigene Vitrine reserviert. Sie sind gleichfalls alle aus hübsch und fantasievoll bedrucktem Blech und zählen insofern zum Blechspielzeug (nur eine ist aus Gusseisen, die „Artillery Bank“, made in USA. Gusseisen war übrigens auch für andere Spielzeuge eine Art „amerikanische Spezialität“ bzw. interessante Alternative zum (verzinkten) Stahlblech.

Bei den Spardosen unterscheidet man generell zwei Arten: solche mit irgendeinem Bewegungsmechanismus, der sich bei Einwurf der Münze betätigt. Z.B. eine Zahlenscheibe („Zählwerk“) dreht sich weiter und zeigt den „Kontostand“ an, oder es wird gar ein Schuss abgefeuert (Artillery Bank!)………Möglichkeiten ohne Ende! Solche Spardosen werden im Englischen auch als „Mechanical Banks“ bezeichnet, im Gegensatz zu der anderen, einfacheren Art, wo „sich nichts tut“ bei Einwurf der Münze: diese heißen im Engl. „Still Banks“.

Zinnsoldaten

Ebenfalls aus der (frühen) ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts – rechts eine große deutsche Armee mit vielen Soldaten, z.T. auch zu Fahrrad, mit kleinen und großen Kanonen – die „Dicke Berta“ aus dem 1.Weltkrieg darf nicht fehlen – und natürlich, das Wichtigste, die „Gulaschkanone“ zur zünftigen Stärkung der Truppen mit Mittagessen! Den Deutschen links gegenüber aufmarschiert (noch durch einen Stacheldraht getrennt!) stehen die „Alliierten“, also die Franzosen, Engländer, Serben u.a.

Dampfmaschinen

Hier haben wir solche mit stehendem oder aber mit liegendem Kessel (wie auch beim großen Vorbild). Ferner unterscheidet man (und dies nur beim Spielzeug) die Billigeren mit oszillierendem Zylinder (von den spielenden Kindern als sog. „Wackelzylinder“ bezeichnet) und die Besseren mit feststehendem, größeren Zylinder, wie „in Wirklichkeit“. Dieser bedeutet einen größeren mechanischen, d.h. Fertigungsaufwand, um die „Schiebersteuerung“ für den jeweiligen Dampfeinlass zu bewerkstelligen, abwechselnd von links bzw. rechts auf den Kolben wirkend.

Die von den Dampfmaschinen zu betreibenden, vielfältigen Antriebsmodelle befinden sich z.T. auch in anderen Vitrinen.

Die Fotos zeigen:

  • Gruppe von 3 Penny Toy Fahrzeugen, 30er Jahre (2 Autos, Schnelltriebwagen)

  • Gruppe von 2 Penny Toys „Uralt“, d.h. vor 1914: Nähmaschine und Chinese auf Fahrzeug mit Sonnenschirm

  • Gruppe: 3 Dampfmaschinen: Plank „Hercules“, Bing „Nora“ und Lokomobile

Bewegungsspielzeuge Die 7 Antriebsmodelle

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